Traumatherapie für Hunde

Statistisch betrachtet entwickelt jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens eine behandlungwürdige psychische Erkrankung. Diese Erkrankung hat nicht selten erhebliches Leid und eine Verminderung der Lebensqualität als Folge.

Traumatherapeutinnen, wie z.B. Dami Charf gehen davon aus, dass jeder Mensch im Laufe seiner Entwicklung eines oder mehrere Traumen erfährt, die sich relevant in der Qualität seiner Beziehungen und seines sozialen Status‘ widerspiegeln.

Die erfahrene Körperpsychotherapeutin, Autorin und Hundetrainerin Nadin Matthews hat diese Trauma bedingten Beziehungsgestaltungen und Sozialverhalten immer wieder auch bei Hunden beobachtet. Daraus entwickelte sie das System der Psychotherapie für Hunde. Sie bildet in ihrem Institut Dogument seit 2018 Psychotherapeuten und Traumatherapeuten für Hunde aus.

Entwicklungstraumata zeigen sich oft im anhaltenden erleben negativer Gefühle, wie Angst, Wut und Schamgefühl, welche sich auch bei Hunden gut beobachten lassen. Dies bringt einen erheblichen Leidensdruck für Hunde und ihre Menschen mit sich. Hilfe und Heilung verspricht dabei eine therapeutische Intervention.

Der Psychoanalytiker und Forscher Wilhelm Reich legte mit seinen Arbeiten über die körperliche Verpanzerung von psychischem Leid und seine Widerstandsanalysen in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, den Grundstein für die im Bereich der Traumaheilung sehr erfolgreiche Körperpsychotherapie.

Mit der Übertragung körperpsychotherapeutischer Verfahren auf den Hund, gibt Nadin Matthews den von Ihr ausgebildeten Psycho- und Traumatherapeutinnnen Werkzeuge an die Hand, welche über die Möglichkeiten, der im Hundetraining so beliebten verhaltenstherapeutischen Techniken weit hinausgeht.

Christoph Rotter arbeitet seit 25 Jahren mit Hunden und Haltern. Seit fünf Jahren überwiegend psychotherapeutisch mit Schwerpunkt Trauma bei Hunden. Er ist Dozent bei Dogument in der Ausbildung der Traumatherapeutinnen und Hundetrainerinnen.

Auch seelisch verletzte Hunde können und dürfen Heilung erfahren.

Innere Unruhe und Übererregung, Angstzustände, Depressionen, Wutanfälle, Schlafprobleme, starkes Misstrauen und wiederkehrende Probleme und Entäuschungen in sozialen Beziehungen sind klassisch starke Hinweise auf ein Trauma. Hunde zeigen die selben Symptome und erleiden ebenso Entwicklungstraumata. Hilfe und Heilung des Leids verspricht eine therapeutische Intervention.
Mit der Übertragung körperpsychotherapeutischer und anderer Verfahren auf den Hund, können wir auf Werkzeuge zurückgreifen, welche über die Möglichkeiten, der im Hundetraining